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Deutschsein. Eine Aufklärungsschrift |
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Mittwoch, den 07. September 2011 |
Hannoversche Migrationsgespräche - Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Diskussionen
mit Zafer Şenocak, Schriftsteller und Essayist
Die deutsche Identität ist von Brüchen geprägt. Die Deutschen haben keine positive Definition davon, wer sie sind und was sie ausmacht – manchmal haben sie nicht einmal Wörter dafür. Doch Sprache ist, so Şenocak, der Schlüssel zu Identität. Sie bildet nicht nur die Basis funktionaler Integration – sie bildet Heimat. Die Deutschen sind nicht mit sich im Reinen. Sie sind stolz auf ihre multikulturelle Fußballnationalmannschaft und eine solide Volkswirtschaft – diskutieren aber unvermittelt und erbittert über Integration und Zuwanderung.
Die Frage, wer Deutscher ist, wer keinesfalls und wer es werden kann. Die Vorstellung einer homogenen Nation ist längst durch millionenfache Zuwanderung widerlegt, die zeigt: Es gibt viele biografische Wege, Deutscher zu werden. Sucht man nach einer allgemeingültigen Folie des Zusammenlebens, sind alle Seiten gefordert. Was heißt eigentlich Heimat, was „Deutschsein“? Das fragt sich der türkischstämmige Dichter Zafer Şenocak, der als Achtjähriger mit seiner Familie nach Deutschland kam - und entdeckt das Deutschsein in einer geistvollen Sprache und nicht in den Genen.
Datum: Mittwoch, 30. November 2011, 18.30 - 20.30 Uhr Ort: VHS Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1, Theodor Lessing Saal, 30159 Hannover (Barrierefrei!) Eintritt: frei
In Kooperation mit edition Körber-Stiftung Hamburg und Buchhandlung Decius.
Die Veranstaltungsreihe Hannoversche Migrationsgespräche wird in Kooperation mit dem Netzwerk MiSO (Migrantenselbstorganisationen) veranstaltet und durch den Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) finanziert.
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