| veröffentlicht am
Sonntag, den 06. Februar 2011 |
Mord und Totschlag in Norddeutschland - Kriminalfälle aus dem 20. Jahrhundert
Dokumentarische Fotoausstellung von Raimond Reiter Mord- und Totschlag beschäftigen seit jeher die Gemüter der Menschen, verbreiten Angst und Schrecken, zugleich auch Neugier bis hin zur Faszination. Die schwarzen Seelen der Täter zu erkunden war und ist nicht nur Aufgabe der Kriminalisten und Richter sondern fordert auch die Moral und Religion heraus. Wie viel menschlich Fremdes und Abartiges offenbaren die Taten, und wie viel davon steckt womöglich auch in uns?
Die dargestellten Fälle aus der Geschichte Norddeutschlandes im 20. Jahrhundert zeigen das Spektrum von triebhaften Serienmördern, Totschlag aus sozialer Not oder Mord aus Verzweiflung bis hin zu kaltblütig betriebenem Massenmord durch die Nationalsozialisten. Die Grundlage bilden Gerichtsakten und Gerichtsurteile. Dadurch ist es möglich, auch die Opfer erkennbar zu machen, die oft zu kurz kommen.
Die zeitkritische Darstellung von Kriminalfällen in der Literatur geht auf den Franzosen Francois Gayot de Pitaval zurück und wurde im 18. Jahrhundert vor allem durch Friedrich Schiller in Deutschland bekannt. Die nach dem ersten Autor benannten Pitavale sollten lehrreich sein, aufklären oder einfach eine gruselige Unterhaltung bieten. Der vorliegende Band versteht sich in der Tradition der Pitavale und bietet durch die Einbeziehung der Verbrechen der Nationalsozialisten allerdings besondere und kritische Perspektiven.
Vernissage und Buchvorstellung: Freitag, 25. März 2011, 18.00 Uhr Ausstellungsdauer: 28. März bis 16.September 2011 Öffnungszeiten: montags - donnerstags, 08.30 - 22.00 Uhr (außerhalb des Trimesters bis 16.00 Uhr) und freitags, 08.30 - 14.00 Uhr Ort: Bildungsverein, Am Listholze 31 (Nähe Vier Grenzen), Hannover
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